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Umstritten war er schon immer, aber wo fängt überzogene Selbstdarstellung an und wo endet seriöser Journalismus ?
Mit vielen seiner Artikel und Bücher, machte sich Schröder einen Namen, wenn auch manches nicht ganz so gründlich recherchiert
erschien und er als Referent oder bei der öffentlichen Vorstellung seiner Schriften manchmal einen sehr oberflächlichen Eindruck
hinterließ.
Schon sein Auftritt aber als "Erlkönig" Mitte der 90er Jahre im Nazi-Thule-Net war mehr als peinlich und bevor nicht
diese Nazis ihn selbst enttarnten, konnte man keinen Unterschied zwischen seinen und den Einträgen echter Nazis feststellen.
Nach seiner Enttarnung gab er nicht gleich auf, sondern sein weiteres Geschreibsel dort erweckte teilweise den Anschein, als
biedere er sich an.
Er wird von vielen ernsthaften Antifaschisten abgelehnt, vor allem wegen seiner umfangreichen Linkssammlung zu Naziadressen
auf seiner Internetseite, die er trotz aller Kritik vehement verteidigt. Während viele der seriösen Initativen - darunter
auch einige der nachfolgenden - sich vehement und mit Erfolg dafür einsetzen, daß Nazis-Seiten aus dem Netz verschwinden,
gerade auch im Interesse des Jugendschutzes, sorgen Schröders Links mit für die weitere Verbreitung der Schmutz-Seiten, helfen
rechtsorientierten Jugendlichen, Anschluß an die internationale Nazi-Szene zu finden.
Links zu Naziseiten können auch sehr nützlich sein: für Experten, Forscher, Polizei und Justiz sowie Journalisten und
insofern bedient sich auch der Autor oft Schröders Angebot. Dazu ist es jedoch nicht notwendig, diese Links für die gesamte
Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein geschlossenes Angebot für wirklich berechtigte Interessierte mit hoher Zugangsvoraussetzung
unterscheidet ein wirklich seriöses Link-Angebot von Schröders Selbstbedienungsladen.
Besonders schlimm wird es, wenn auf den Schröder-Seiten seriöse und erfolgreiche antifaschistische Initativen oder Mitarbeiter
von EXIT-Deutschland in den Schmutz gezogen werden, wie z.B. die Aktion Kinder des Holocaust" AKdH), die in der Schweiz wie
in der Bundesrepublik hervorragende und richtungsweisende Arbeit gegen Neonazis leistet. Schröder verunglimpft die AKdH, indem
er Ihr Internet-Angebot als zweifelhaft diffamiert und AKdH-Sprecher Samuel Althoff in Mißkredit bringt. Dabei sind Samuel
Althoff und seine Mitarbeiter schon einem ungeheuren Bedrohungspotential von Neonazis ausgesetzt, wie nachfolgendes Beispiel
zeigt. Schröder macht sich somit zum unfreiwilligen Handlanger von Nazis und spielt ihnen die Bälle zu.
Auf www.nazi-lauck-nsdapao.com kannst du schöne Nachbildungen von Zyklon B Kanistern kaufen. Voll geil, wat ? Naja du Jude... Ich denke mal ich werde dich
auf Münchenstein "besuchen" kommen ! Wenn du wüsstest was wir mit dir und deiner Familie vor haben... uiuiui. Ok hier ma ein
TIP: Stell dir das schlimmste vor, multipliziere es mit 5 und nimm noch ein paar Dr. Mengele Versuche dazu ! Dann kommst du
vielleicht drauf, was ich mit dir mache du Judensau ! Jeder Mensch muss irgendwann sterben. Aber da Juden keine Menschen sind,
musst du sofort sterben !!! Du bist ein Angehöriger einer Minderrasse die es nicht wert ist zu leben. Ihr seit die Ausgeburt
der Hölle !!!! Nieder mit dem Judentum ! Wir werden euch alle Jagen und vernichten! Die Arische Rasse wird siegen ! (...)
Nur schade, dass du das ganze wohl nicht mehr miterleben wirst... Keine Überlebenden ! Kein Entkommen ! JUDE AB IN DEN OFEN
! Ein 3-faches SIEG HEIL."
Die AKdH ist ein internationaler Zusammenschluss von Nachkommen Überlebender der nationalsozialistischen Judenverfolgung
und des antifaschistischen Widerstands, sowie deren Angehörige und Freunde, ... sie sind sozusagen "Kinder" von Menschen,
die direkt oder indirekt, der nationalsozialistischen Verfolgung ausgesetzt waren. Einer ihrer Schwerpunkte ist der Kampf
gegen Nazi-Aktivitäten im Internet, mit großem Erfolg. "Es ist ein Kampf gegen Windmühlen", so Samuel Althof am 5.3.2000 gegenüber
der Frankfurter Rundschau. Die Basler Zeitung berichtete am 7.3.01: «Rassenkrieg», «Blutrausch», «Gaskammer»: Hunderte von
widerwärtigen rechtsextremistischen Websites waren in der Schweiz über den amerikanischen Provider Front14 abrufbar. Damit
ist jetzt Schluss, dank der Aktion Kinder des Holocaust (AKdH). (...) 754 rechtsextremistische Webseiten können ... nicht
mehr abgerufen werden."
Gegen die böswilligen Angriffe Schröders wandte sich bereits im August 2001 Jürgen Gechter, Bundessprecher der VVN-BdA:
"In einer Presseinformation teilte (...) Burkhard Schröder (...) den Medien mit, dass es sich bei der Organisation "Zusammen
gegen Rechts im Internet" und bei der "Aktion der Kinder des Holocaust" speziell Samuel Althoff um "Hochstapler und Trittbrettfahrer"
und bei den Internetseiten um "Fragwürdige Seiten" handle. Mit beiden Organisationen arbeitet die VVN-BdA seit längerer Zeit
intensiv zusammen. (...) Auf der Internetseite von Burks (... Burkhard Schröder) werden die Beiden und andere genannt und
weiter diffamiert. (...) Auf seiner Internetseite ( www.burks.de) hält er eine überaus beachtlich große Linkliste neofaschistischer Seiten parat, die durch einfaches Anklicken erreicht werden
können. Bei der Verteidigung vor Gericht, als er wegen Verbreitung verfassungsfeindlicher Organisationen angezeigt war, erklärte
er sich "als einzig vernünftigen Antifaschisten, weil er seine Feinde nicht versteckt sondern der Lächerlichkeit preisgibt"."
Persönlich schrieb Gechter dann an Schröder: "Dass du dann aber auch noch Samuel Althoff von der "Aktion Kinder des Holocaust"
(Samuel ist selbst als Nachkomme vom Holocaust betroffen) als Hochstapler bezichtigst, überschreitet die Grenze des eh´ schon
schlechten Geschmacks." Am 29.8.01 antwortete Schröder: "Auf dem Niveau, das nicht das Meinige ist, erübrigt sich eine Diskussion.
(...) Wer Meinungen verbieten und das über Sperrungen von Websites erreichen will, dokumentiert eine obrigkeitshörige Blockwart-Mentalität,
die typisch deutsch und mich erbrechen lässt", und über den AKdH: "Die "Aktion" besteht nur aus einer Person, die im übrigen
fragwürdige Dinge iniitiert." In einem Brief an den Rechtsanwalt der AKdH vom 22.09.2001 legte Schröder dann nochmals nach:
"... 1. "fragwürdige Seiten" ist eine politische Meinungsäusserung, zu der ich auf Grund meiner Recherche gekommen bin. (...)
3. Ich sehe auch nicht, inwieweit Ihr Mandant einen Beitrag zur "Sensibilisierung der Verbreitung von Nazi-Homepages" geleistet
hat. Ganz im Gegenteil: Ihr Mandant ist ein Gegner der Meinungsfreiheit, weil er Meinungen unterdrücken will. (...) Wenn strafrechtlich
relevante Meinungen auf den Servern liegen, (...) ist das eine Angelegenheit der jeweiligen Staatsanwaltschaft - und nicht
eine Sache von selbsternannten Internet-Blockwarten. (...) "Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung;
dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf
Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten." (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
der UN-Vollversammlung vom 10.12.1948, Artikel 19) (...) In diesem Sinne halte ich Herrn Althof für einen politischen Gegner,
der zum Menschenrecht auf Meinungsfreiheit, wie sie von der UN garantiert wird, ein nur taktisches Verhältnis hat. Die Position
Ihres Mandanten ist, gelinde gesagt, fragwürdig. (...) 5. Hinter der "Aktion Kinder des Holocaust" steht (...) meines Erachtens
nur eine Person. Das grenzt - ganz subjektiv - an Hochstapelei." Die Berufung auf die Meinungsfreiheit und die UN-Menschenrechte
sowie die Klage, daß Meinungen unterdrückt würden finden sich in ähnlicher Diktion und Formulierung in vielen Texten von Nazis,
so daß man sich unwillkürlich fragen muß, ob nicht bei manchen Menschen die allzu intensive Beschäftigung mit dem geistig
wirrem Nazi-Schund und obskuren Ideologien, die an wirre Gedanken Geisteskranker erinnern, nicht doch zu bleibenden Schäden
führt, ein Grund mehr, das Nazi-Geseiere von normalen Menschen und insbesondere Jugendlichen fernzuhalten, statt, wie Schröder
dies fordert, auch Nazis ihre Meinungsfreiheit ausleben zu lassen.
Nun hat Schröder den Internet-Notruf im Visier und die seriöse Zeitung Tagesspiegel Chefredakteur Giovanni di Lorenzo
ließ sich zum Abdruck eines Schröder-Machwerkes hinreißen, in dem er die Initiative als "Nepper, Schlepper, Bauernfänger"
und "Hochstabler" bezeichnet: "Der "Notruf" gibt vor, bei fast allen Problemen online und per E-Mail Hilfesuchende an Berater
zu vermitteln: Gewalt durch Eltern, Lehrer, Partner, Mobbing, Alkoholsucht, Bulimie, Erpressung, Missbrauch, Schulden, Vergewaltigung
Lebensängste, Depression. Auch "Kinderpornografie" und Rechtsextremismus (Aussteiger aus der Szene) fehlen nicht. Die Links,
die die Website Sokolls anbietet, führen aber zu Angeboten ganz anderer Institutionen." Gerade dies macht aber die Hauptarbeit
des Notrufes aus: Zentral und anonym als Erstansprechpartner zur Verfügung zu stehen und Hilfesuchende dann an örtliche Beratungsstellen
zu vermitteln.
Wenn dieser Journalist bei seinen Büchern, Artikeln und anderen Publikationen ähnlich unseriös und einseitig recherchiert
hat, wie bei seinen Angriffen auf gestandene und erfolgreiche Antifaschisten, die nur das eine Manko haben, nämlich nicht
seiner Meinung zu sein oder ihn als letzte und höchste Instanz des europäischen Antifaschismus anzuerkennen, dann dürften
wohl auch seine Publikationen nicht ernst zu nehmen sein. Der einzige, der im Zwielich steht, ist Schröder selbst.
Die bisherigen von Schröder durch sein unglaublich destruktives Verhalten ausgelösten Kontroversen waren zu stark vom
Zorn geprägt, vom Zorn, der meist verdienstvollen und zu Unrecht Angegriffenen. Nüchtern betrachtet indes, ist er weder eines
Zornes noch eines Aufhebens würdig, zu unglaubwürdig und emotional augebläht erscheinen seine Anwürfe. Die wirklich Geschädigten
sind Redaktionsleiter und Chefredakteure, wie Giovanni di Lorenzo, die guten Glaubens auf ihn hereinfallen und solchen Schund
drucken.
Manfred Büttner
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